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Microsoft bringt viel bessere IoT Core-Version - doch wer bezahlt das?

Von Christian Kahle am 06.06.2018 10:44 Uhr
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Bei Microsoft will man jetzt ein Konzept entwickelt haben, wie man die zahlreicher werdenden vernetzten Geräte sicherer bekommt. Von technischer Seite aus klingt dieses auch ziemlich durchdacht und schlüssig. Die große Frage wird nur weiterhin bleiben, wie man daraus ein zugkräftiges Verkaufsargument machen will.

Den Kern der konkreten Umsetzung dieses Konzepts, das auf der Computex vorgestellt wurde, stellen die neuen Windows 10 IoT Core Services dar. Während IoT Core als kostenloses System, mit dem vernetzte Geräte ausgestattet werden können, bereitgestellt wird, wird IoT Core Services kostenpflichtig sein. Im Gegenzug hat Microsoft allerdings einiges zu bieten, das die Bezahlung rechtfertigt.

So läuft diese Version beispielsweise in einem Long-Term Servicing Channel, es wird also für 10 Jahre Support angeboten. Das ist bei Geräten, die teilweise eher in Richtung eines Jahrzehnts im Einsatz sind, eigentlich ziemlich wichtig. Weiterhin wird die Fassung in Verbindung mit diversen Cloud-Services angeboten, die in der Azure-Infrastruktur laufen und mit denen die Gerätehersteller relativ schnell eigene Zusatzdienste entwickeln können.

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Auch Controller werden abgedichtet

Ebenfalls nicht unwichtig sind in diesem Zusammenhang Initiativen der Redmonder, den klassischen Microcontroller zu verbessern. Bisher kam es vor allem darauf an, dass die kleinen Chips funktionierten und möglichst preiswert waren. Ein großartiges Sicherheitskonzept war im Wesentlichen unnötig. Das ändert sich nun allerdings komplett, da die Systeme ans Internet angebunden sind. Microsoft hat daher nun eine verbesserte Microcontroller-Architektur vorgestellt, bei der in Verbindung von lokalen Security-Ansätzen und einer Cloud-Anbindung hohe Sicherheit garantiert werden soll.

Das alles ist im Grund unbedingt nötig, wenn man sich die Situation auf dem IoT-Markt ansieht. Allerdings führen die zusätzlichen Maßnahmen und Services zu höheren Kosten für die Hersteller und entsprechend steigenden Verkaufspreisen. Ob das in größerem Stil funktioniert, bleibt abzuwarten. Bisher zumindest war es so, dass die Masse der Verbraucher dann doch lieber auf das jeweils günstigere Modell setzte, bei dem keinerlei Security-Konzept oder Patch-Distribution eingepreist war.
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