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Facebook hat Apple, Samsung, Microsoft etc. mit Nutzerdaten versorgt

Von Witold Pryjda am 04.06.2018 10:08 Uhr
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Wer auf Facebook unterwegs ist, der weiß sicherlich, dass die privaten Nutzerdaten alles andere als privat sind. Facebook liest fleißig mit, das war immer schon so und ist auch kein Geheimnis. Doch das soziale Netzwerk gab und gibt diese Daten auch an Dritte weiter und das lange offenbar sehr freizügig.

Der Cambridge Analytica-Skandal hat gezeigt wie einfach es ist Facebook anzuzapfen und die Nutzerdaten für in diesem Fall politischen Zwecke zu missbrauchen. Hier hat sich Facebook teilweise auch als Opfer positioniert. Beim Datenhandel, den die New York Times (NYT) gerade aufgedeckt hat, wird das nicht möglich sein.

Jeder dritte Internetnutzer war schonmal Opfer von Identitätsklau

Denn laut der NYT hat Facebook mit rund 60 Geräteherstellern Vereinbarungen getroffen, die den Unternehmen weitreichenden Zugang zu Nutzerdaten gewährten. Bei den Firmen handelt sich um eine ganze Reihe der ganz großen Namen, darunter Apple, Amazon, BlackBerry, Microsoft und Samsung. Diese Deals sahen vor allem auch vor, dass die Hersteller Zugriff auf die Freunde des jeweiligen Nutzers bekamen.

Freundesliste

Die Vereinbarungen gehen auf Zeiten zurück, als Facebook noch um den mobilen Markt kämpfen musste. Damals wurden mit den Mobilherstellern weitreichende Vereinbarungen des Datenaustausches getroffen. Der Zugriff auf die Nutzerdaten erfolgte zwar teilweise mit Zustimmung der Nutzer (über deren Mobilgeräte), fragwürdig war aber das Ausmaß der privaten Informationen, die Facebook gewährte, also eben der Zugriff auf die Freundesliste.

Dieser Datenzugriff blieb auch lange bestehen, viel länger als den meisten Nutzern bewusst war. Erst nach der Enthüllung des Cambridge Analytica-Skandals versuchte Facebook zu beschwichtigen und meinte, dass man den Zugriff auf die Freundesliste bereits 2015 unterbunden habe.

Was Facebook nicht erwähnt hat: Für Gerätehersteller blieb diese Möglichkeit auch danach offen. Erst vor kurzem habe man nach Informationen der New York Times begonnen, auch diesen Zugang herunterzufahren. Facebook hat diese Partnerschaften mittlerweile bestätigt und diese als Notwendigkeit bezeichnet. In einem Beitrag schreibt man, dass man zum Zweck dieser APIs eine andere Meinung hat als die NYT - der grundsätzlichen Existenz dieser Zugriffe widerspricht man jedoch nicht.
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