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Notebook-Hersteller müssen sich auf schlechtere Zeiten einstellen

Von Christian Kahle am 07.05.2018 08:02 Uhr
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Für die Hersteller von Notebooks werden die Zeiten erst einmal nicht besser. Auch im laufenden zweiten Quartal werden sie wohl noch einmal wesentlich weniger Geräte verkauft bekommen als im vorangegangenen Jahr. Teils resultiert das allerdings aus Problemen, die über die letzten Monate hinweg herausgeschoben wurden.

Sowohl Produzenten als auch der Einzelhandel hatten hier die Nachfrage teils klar überschätzt. Die Folge ist nun, dass der Handel erst einmal versucht die zu hohen Lagerbestände abzubauen und entsprechend weniger Neugeräte benötigt werden. Das geht aus aktuellen Marktanalysen von DigiTimes Research hervor. Aber auch die Chromebook-Einkäufe durch den Bildungssektor gehen derzeit wieder zurück.

Insgesamt wird der Notebook-Markt so im zweiten Kalenderquartal voraussichtlich um rund 5 Prozent schrumpfen. Abgesehen von den eher nicht vorhersehbaren Faktoren die oben genannt wurden, ist dafür auch der bereits eingepreiste Trend hin zu 2-in-1-Tablets eine Ursache. Denn die Geräte, die mit angeklippter Tastatur die Aufgaben eines Notebooks übernehmen, sind in den Daten nicht enthalten.

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Unklare Lage für Lenovo

Die beiden großen US-Anbieter HP und Dell werden dabei wohl mit Wachstum oder zumindest stabilen Absatzzahlen durch die kommenden Monate gehen. Das kommt vor allem dem taiwanischen Auftragshersteller Compal Electronics zugute, der vorrangig die Geräte für die beiden Unternehmen herstellt. Dieser wird so nach Ansicht der Marktforscher die Lücke zum Marktführer Quanta Computer sichtbar verkleinern können.

Ein großes Fragezeichen setzen die Analysten hinter Lenovo. Da es sich hier um ein vorrangig chinesisches Unternehmen handelt, könnten angesichts der jüngsten Entwicklungen in der US-Politik lukrative Aufträge von US-Behörden wegfallen. Und die Marktforscher rechnen mit einer stärkeren Nachfrage nach Gaming-Notebooks, was Acer in die Position bringen könnte, Apple vom vierten Platz zu verdrängen.
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