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Windows 10: Microsoft fährt Entwicklung von mitgelieferten Apps zurück

Von Roland Quandt am 12.04.2018 13:20 Uhr
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Microsoft hat nach der Bekanntgabe der einschneidenden internen Veränderungen, die unter anderem in einer Auflösung der Windows-Sparte in ihrer bisherigen Form resultierten, begonnen, die Arbeit an den mit dem Betriebssystem ausgelieferten hauseigenen Apps zurückzufahren. Ein Teil der Entwickler soll nun helfen, den Browser Microsoft Edge zu verbessern.

Wie Brad Sams bei Thurrott.com von Quellen innerhalb Microsofts erfahren haben will, hat der Softwarekonzern die Entwicklung einiger ab Werk mit dem Betriebssystem ausgelieferten Anwendungen praktisch aufgegeben. Die Arbeiten würden zunehmend zurückgefahren. Dies betrifft Sams zufolge unter anderem die mitgelieferten Apps wie den Aktien-Ticker und die Wetter-App.

Die Veränderungen scheinen bisher vor allem an weniger wichtigen und wohl auch seltener genutzten Apps von Windows 10 zu greifen. Unklar ist zum aktuellen Zeitpunkt, ob Microsoft auch bei wichtigeren Werks-Apps wie der Windows Mail- und der Windows Calendar-App Einschnitte plant.



Denkbar wäre, dass die Redmonder statt der mitgelieferten Apps künftig auf eine kombinierte "Progressive Web App" für Outlook.com setzen und so ein einheitliches Erlebnis in Sachen Benutzeroberfläche und Funktionalität schaffen könnten. Hintergrund der Veränderungen ist Microsofts Neuausrichtung mit einer Konzentration auf die Bedürfnisse von Firmenkunden.

Microsoft lässt die bisher mit den Werks-Apps betrauten Mitarbeiter dem Bericht zufolge jetzt für das Team hinter dem hauseigenen Web-Browser Edge arbeiten. Möglich wäre dabei, dass sie nun helfen sollen, den Browser in Sachen Unterstützung für Web-basierte Anwendungen zu verbessern.

Darüber hinaus spricht Sams auch davon, dass einige Entwickler aus Teams abgezogen wurden, die bisher an Neuerungen in Windows 10 "Redstone 5" arbeiten, welche vor allem Privatanwendern zugute gekommen wären. Einige der ursprünglich geplanten Veränderungen dürften daher gestrichen worden sein, weil Microsoft nun eben eher auf den Business-Markt zielt.
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