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GeForce-Zwang: ASUS soll neue AMD-Grafikkarten-Marke AREZ planen

Von Roland Quandt am 09.04.2018 14:01 Uhr
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Durch das neue GeForce Partner Program (GPP) werden Grafikkarten- und PC-Hersteller, die Nvidia-GPUs verwenden, offenbar zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Jetzt wurde bekannt, dass mit ASUS einer der namhaftesten Anbieter sogar eine separate Marke einführen will, um über sie weiter Grafikkarten mit AMD-Chips anzubieten.

Konkret ist von VideoCardz zu hören, dass ASUS in Kürze die neue Marke "AREZ" in den Markt starten lassen will, die vollkommen eigenständig vermarktet werden soll. ASUS verzichtet dabei auch auf die Verwendung seiner bekannten Sub-Marke "Republic Of Gamers" (ROG), vermutlich um so die Bedingungen von Nvidias Partnerprogramm zu erfüllen.

Dem Bericht zufolge sei denkbar, dass ASUS sogar auf die Vermarktung in Verbindung mit seinem eigenen Markennamen verzichten will und diesen daher nicht mehr prominent auf den Produkten und Verpackungen platzieren wird. Ganz neu ist der Name "AREZ" übrigens nicht, denn ASUS hatte vor einigen Jahren bereits Dual-GPU-Grafikkarten im Sortiment, die man mit dem Namenszusatz "ARES" vermarktete.

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Durch den Verzicht auf die Verwendung des "Republic Of Gamers"-Brandings wird aus den ASUS ROG Strix-Modellen künftig die AREZ Strix-Serie, was sich angeblich auch auf die anderen Grafikkarten-Serien von ASUS übertragen lässt, die bisher unter der eigenen Marke mit AMD-Grafikchip angeboten wurden.

Nicht nur Asus ist betroffen

Während ASUS anscheinend bereits an einer neuen Marke für seine AMD-Grafikkarten arbeitet, haben andere Hersteller wie MSI und Gigabyte bereits begonnen "Gaming"-Grafikkarten mit AMD-GPU von ihren Websites zu tilgen. Die Hersteller versuchen derzeit offenbar händeringend, sich den Bedingungen von Nvidias Partnerprogramm anzupassen.

Der dominierende Hersteller von Gaming-Grafikkarten schreibt seinen Partnern vor, dass sie exklusiv Nvidia-Chips verwenden müssen, wenn sie in den Genuss der Vorteile des Partnerprogramms kommen wollen. Dazu gehört eine enge Kooperation mit Nvidia bei der Entwicklung und vor allem auch ein verfrühter Zugriff bei Verfügbarkeit neuer Grafikprozessoren.

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