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Samsung: Stromausfall zerstört über 10% der Flash-Produktion im März

Von Christian Kahle am 14.03.2018 14:12 Uhr
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Samsung muss einen nicht gerade kleinen Teil seiner Produktion von dringend benötigten Flash-Speichern abschreiben. Ein Stromausfall im Halbleiter-Werk im südkoreanischen Pyeongtaek hat für eine unplanmäßige Abschaltung von Anlagen gesorgt, wodurch die extrem empfindlichen Prozesse massiv gestört wurden.

Wie aus einem Bericht des Branchenblattes DigiTimes hervorgeht, können tausende Wafer im Grunde auf den Müll geworfen werden. Diese befanden sich zum Zeitpunkt des Stromausfalls jeweils irgendwo mitten in den Verarbeitungsprozessen. Sie reagieren dabei so sensibel auf Störungen, dass aus ihnen jetzt schlicht keine funktionierenden Speicherchips mehr hergestellt werden können.

Der Produktionsausfall hat einen Umfang von 11 Prozent des gesamten Ausstoßes an Flash-Chips, die normalerweise von Samsung im März hergestellt worden wären - beziehungsweise 3,5 Prozent der Weltmarkt-Produktion des Monats. Der Stromausfall ereignete sich bereits am 9. März, doch es dauerte seine Zeit, bis der genaue Umfang der Folgen feststand und auch nach außen bekannt wurde.

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Glück im Unglück

Bei Samsung ist man aber zuversichtlich, den Ausfall in den kommenden Wochen wieder hereinholen zu können. Denn die eigenen Chipwerke seien zuletzt nicht an der Lastgrenze gelaufen. Durch eine Steigerung der Fertigungszahlen wird man den Rückstand also wohl wieder aufholen. Trotzdem kann es natürlich vorkommen, dass in den kommenden Wochen einige Lieferungen verspätet bei den Kunden eintreffen und vielleicht auch die Preise am Weltmarkt etwas nach oben gehen.

Schlimmer wären die Folgen sicherlich noch vor einigen Monaten gewesen, als es durch die sehr hohe Nachfrage ohnehin schon einige Engpässe hab. Durch die gesunkenen Bestellmangen nach der Endfertigung für das Weihnachtsgeschäft entspannte sich die Lage zuletzt aber und für das erste Quartal wurde sogar mit einer leichten Überproduktion gerechnet. Warum der Stromausfall solche Wirkung entfalten konnte und die vorhandenen Ersatzsysteme nicht wie gewohnt nahtlos einsprangen ist unbekannt.

Siehe auch: Samsung überrollt Intel: Speicher ist viel begehrter als Rechenkraft
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