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Spotify verwarnt die Nutzer gehackter bzw. manipulierter Apps

Von Witold Pryjda am 05.03.2018 16:37 Uhr
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Der schwedische Musikstreaming-Anbieter Spotify verdient sein Geld in erster Linie über seine kostenpflichtige Premium-Schiene. Man hat aber auch eine Gratis-Möglichkeit zum Musikhören und mehr als jeder zweite Nutzer macht davon Gebrauch. Allerdings müssen diese Hörer mit Werbung und diversen Einschränkungen leben.

Laut den jüngsten Zahlen von Spotify hat der schwedische Musik-Streaming-Dienst insgesamt 159 Millionen Nutzer, 71 Millionen zahlen für das werbefreie Hörvergnügen. Das bedeutet aber auch: 88 Millionen Spotify-Mitglieder nutzen die kostenlose Variante. Diese hat nicht nur Werbung, sondern auch einige funktionelle Einschränkungen wie Beschränkungen beim Weiterspringen von Songs oder auch bei der Nur-Zufallswiedergabe. Das soll wohl mit Absicht nerven, denn natürlich wollen die Schweden, dass Premium gekauft wird.

Spotify

Es gibt allerdings auch Apps, die in der Lage sind, diese Beschränkungen aufzuheben. Das ist natürlich nicht legal bzw. verstößt gegen die Geschäftsbedingungen von Spotify. Laut TorrentFreak gibt es derzeit allerdings keine aussagekräftigen Zahlen, wie verbreitet solche manipulierten Apps sind.

Erstaunlicherweise hat Spotify aber bisher nichts gegen derartige Apps unternommen. Doch laut dem bekannten Filesharing-Blog hat sich das vor einigen Tagen geändert, denn es sieht danach aus, als würde Spotify nun auf breiter Basis gegen die Nutzer solcher Anwendungen vorgehen.

Manipulierte Apps

So habe in den letzten Tagen eine "unbekannte, aber signifikante Anzahl" an Leuten eine E-Mail bekommen, in der sie informiert werden, dass Spotify wisse, dass sie eine manipulierte App verwendeten: "Wir haben ungewöhnliche Aktivität bei der genutzten App entdeckt, weshalb wir sie deaktiviert haben."

Für den jeweiligen Nutzer ist das aber allenfalls ein Schuss vor den Bug, denn Spotify teilt den Erwischten mit, dass ihr Konto "sicher" sei. Den Nutzern wird geraten, die betreffende App zu deinstallieren und zu einer offiziellen zu greifen. Man stellt den Betroffenen aber auch freundlich die Rute ins Fenster: Sollten wiederholt solche unautorisierten Zugriffe festgestellt werden, dann behalte man sich das Recht vor, das jeweilige Konto zu suspendieren oder ganz zu deaktivieren.

Gleichzeitig hat Spotify auch begonnen, Druck auf die Macher solcher Apps auszuüben, bisher geht man dabei aber verhältnismäßig gemäßigt vor. Das könnte sich aber ändern, vor allem angesichts des bevorstehenden Börsengangs.

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