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Netflix-Katalog: Viel weniger Filme - aber nicht weniger Auswahl

Von Christian Kahle am 21.02.2018 11:32 Uhr
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Es entspricht durchaus der Realität, wenn Netflix-Nutzer eine sinkende Zahl von Kinofilmen im Sortiment des Streaming-Marktführers wahrnehmen. Das bedeutet allerdings nur bedingt, dass man sich mit einer signifikant kleineren Auswahl an Inhalten abfinden müsste - das Unternehmen folgt nur einer eigenen Strategie.

Netflix weiter auf Wachstumskurs

Neuere Daten der externen Suchmaschine Flixable zeigen, dass die Menge der Filme in der Datenbank binnen der letzten acht Jahre wirklich deutlich zurückgegangen ist. Im Jahr 2010 konnten Netflix-Abonnenten noch auf 6755 Titel zurückgreifen. Heute sind es lediglich noch 4010 verschiedene Produktionen, die zeitgleich in den Datenzentren des Anbieters vorgehalten werden. Die Daten betreffen dabei das für die USA lizenzierte Angebot, hierzulande gibt es durch die regional lizenzierten Inhalten kleine Unterschiede.

Allerdings muss man die Entwicklung ins Verhältnis zur Gesamtstrategie des Unternehmens setzen. Es ist keineswegs so, dass Netflix einfach beständig abbaut und trotzdem das gleiche Geld verlangt. Vielmehr orientiert sich das Unternehmen stärker an dem, was die User auch tatsächlich abrufen - und das sind in einem signifikanten Maß Serien.

Serien sind der große Renner

Im Netflix-Katalog spiegelt sich das dahingehend wieder, dass die Zahl der Serien seit 2010 von damals 530 auf nun 1.569 verschiedene Produktionen mehr als verdreifacht wurde. Damit ging die Zahl der unterschiedlichen Inhalte, die Netflix-Nutzer abrufen können, zwar immer noch von 7285 auf 5579 Titel zurück, aber das ist kein so starker Abfall, wie es anfangs wirkte. Hinzu kommt, dass die Spielzeit der Serien durch die zahlreichen Einzelepisoden erheblich größer ist.

Um die Entwicklung bewerten zu können, ist auch eine frühere Aussage interessant, die der für die Inhalte zuständige Netflix-Manager Ted Sarandos vor einiger Zeit machte. Dieser merkte damals an, dass laut den internen Messungen immer nur etwa ein Drittel der abgerufenen Inhalte Spielfilme waren. Der Anteil veränderte sich mit größeren und kleineren Katalogen oder deren Qualität schlichtweg nicht.

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