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Microsofts Bing schießt Windows Mobile-Nutzer auf die harte Tour ab

Von Christian Kahle am 13.02.2018 09:06 Uhr
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Microsofts hauseigene Mobile-Plattform wird jetzt selbst von den anderen Abteilungen des Unternehmens nicht mehr unterstützt. Das lernen Anwender, die beispielsweise noch mit einem Windows 10 Mobile-Smartphone unterwegs sind, dieser Tage auf eine ziemlich harte Tour - denn sie werden von Bing-Diensten teilweise einfach ausgesperrt.

Dieser Tage genügt ein Blick in die Dokumentationen, die von Microsofts Bing-Abteilung bereitgestellt werden. In der Übersicht der unterstützten Browser werden die verschiedenen großen Desktop-Clients sowie verschiedene Browser für iOS und Android aufgeführt. Windows Phone oder Windows 10 Mobile sind hier nicht mehr in der Liste zu finden.

Häufig bedeutet ein beendeter Support, dass man insbesondere bei kommenden Feature-Änderungen damit rechnen muss, nicht mehr bei den Kompatibilitäts-Tests berücksichtigt zu werden. Mit der Zeit kann es so zunehmend zu Fehlern kommen. Im vorliegenden Fall wird der Bruch dann aber doch ziemlich heftig vollzogen, wie aus einem Bericht von MSPowerUser hervorgeht.

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Keine Karten mehr

Wenn man jetzt beispielsweise mit einem Windows 10 Mobile-Smartphone eine Webseite abruft, in die eine Bing-Karte eingebettet ist, bekommt man an dieser Stelle einfach gar nichts mehr angezeigt. Laut Ricky Brundritt, dem Programm-Manager des Kartendienstes, gilt der eingestellte Support aber nicht nur für Bing Maps, sondern für alle Bing-Dienste. Auch hier muss man nun also im Zweifel damit rechnen, von Microsoft selbst nicht mehr bedient zu werden - auch wenn verschiedene Services im Browser weiterhin problemlos funktionieren sollten.

Eine offizielle Verkündigung eines solchen Schrittes gab es nicht. Das ist allerdings auch relativ wenig verwunderlich, wenn man die Kommunikations-Strategie des Konzerns in der letzten Zeit betrachtet. Offizielle Stellungnahmen spielen hier ohnehin eine immer untergeordnetere Rolle und Informationen bekommt man am ehesten von den jeweiligen Mitarbeitern über die Social Media-Kanäle.

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