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Richtlinien aktualisiert: YouTube und Twitch verschärfen Sanktionen

Von Tobias Rduch am 11.02.2018 10:45 Uhr
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Neben dem Videodienst YouTube hat auch die Streaming-Plattform Twitch die eigenen Verhaltensregeln verschärft. Auf beiden Portalen wird demnächst stärker gegen sexuelle sowie gewaltverherrlichende Inhalte vorgegangen. Ein Verstoß kann zu einer permanenten Sanktion führen.

Die Änderungen im Überblick

YouTube hat die Strafen für Produzenten mit sensiblen Inhalten konkreter festgelegt. Der Konzern kann Kanäle, welche gegen die AGB oder Community- und Werbe-Richtlinien verstoßen, aus den eigenen Programmen "Google Preferred" und "YouTube Originals" ausschließen. Außerdem können die Monetarisierung der Videos temporär oder permanent eingeschränkt und bisher gesammelte Gewinne einbehalten werden. Einen vollständigen Ausschluss sehen die neuen Richtlinien hingegen nicht vor.

In seinem offiziellen Blog hat der zu Amazon gehörende Streaming-Dienst Twitch die geänderten Richtlinien bekanntgegeben, welche jedoch erst ab dem 19. Februar 2018 zum Einsatz kommen. Ab diesem Zeitpunkt werden Streamer, die hasserfüllte Inhalte verbreiten, sofort von der Seite verbannt. Somit haben die Nutzer noch gut eine Woche Zeit, aufgezeichnete Übertragungen mit entsprechenden Inhalten zu löschen.

Musik und Comedy sind bei Youtube am beliebtesten

Auch wenn Twitch-Nutzer über andere Portale mit beispielsweise Hasskommentaren belästigt werden, kann dies unter Umständen zu einer Sanktion führen. Da Twitch ebenfalls eine jüngere Community besitzt, werden sexuelle Inhalte nicht mehr toleriert. Die Streamer sind dazu verpflichtet, sich angemessen zu kleiden.

Viele Verstöße gegen die Richtlinien

In den vergangenen Monaten sind einige Zwischenfälle bekanntgeworden, welche YouTube und Twitch in ein schlechtes Licht gerückt haben. Der YouTuber Paul Logan beispielsweise hatte in einem seiner hochgeladenen Videos den leblosen Körper eines Menschen gezeigt, der sich anscheinend selbst umgebracht hat. Dies löste einen massiven Shitstorm sowie eine Vielzahl von Sanktionen gegen Paul Logan aus.

Auf Twitch sorgte der Fortnite-Profi Jordan "Scubby" Selleck für Aufsehen. Dieser hatte in einem Stream behauptet, dass er von einer Person geäußerte Suizidandrohungen noch zusätzlich bestärken und anschließend nie wieder mit der Person sprechen würde. Obwohl er hierfür gesperrt wurde, blieben zuvor viele Aussagen in seinen Streams ohne Konsequenzen.

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