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Microsoft: Riesige Einnahmen - aber dann kam die Steuerreform

Von Christian Kahle am 01.02.2018 08:00 Uhr
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Microsoft verzeichnet weiterhin glänzend laufende Geschäfte. Das klassische Business mit Software-Lizenzen wird in absehbarer Zeit recht unbedeutend werden, stattdessen übernehmen die diversen Dienste in der Cloud. Ein wenig getrübt wird das gute Bild allerdings von Trumps Steuerreform, aufgrund der man unter dem Strich einen Verlust in die Bücher schreibt.

Grundsätzlich kann es für Microsoft kaum besser laufen. Der Umsatz kletterte im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um ordentliche 12 Prozent auf 28,92 Milliarden Dollar. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen übertroffen. Den größten Anteil an den Einnahmen hat dabei immer noch ein Segment, das von Microsoft jetzt als "More Personal Computing" bezeichnet wird und in dem sich das klassische Endkunden-Geschäft mit allem von Windows über die Spielekonsole bis zur Suchmaschine wieder finden. Hier ging es immerhin noch um 2 Prozent auf 12,17 Milliarden Dollar nach oben. Überdurchschnittlich stark wuchs dabei die Xbox-Sparte, die mit der neuen Hardware eine Steigerung um 8 Prozent erreichte.

Microsoft: Bilanzen Q218

Das richtig starke Wachstum findet aber an anderen Stellen statt: Im Business-Bereich und in der Cloud. Da es in beiden Segmente in immer weiteren Teilen zu Überschneidungen kommt, dürfte es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sie auch gemeinsam in die Bilanzen einfließen. Das ist aktuell aber noch nicht der Fall.

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Azure verdoppelt die Einnahmen

So verbuchte man derzeit für das Geschäft mit Business-Software ein Wachstum um stattliche 25 Prozent auf 8,95 Milliarden Dollar. In diesem Segment fasst das Microsoft-Management Office, Dynamics und das LinkedIn-Netzwerk zusammen. Hier ging es mit dem Umsatz um 25 Prozent auf 8,95 Milliarden Dollar nach oben. Und das Cloud-Geschäft, das Azure, Windows Server und SQL Server umfasst, kletterte um 15 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Den Angaben zufolge war für letzteres vor allem die Azure Cloud-Verantwortlich, deren Einnahmen um 98 Prozent fast verdoppelt wurden.

Die starke Entwicklung des Geschäfts hätte nun dazu führen können, dass in Redmond die Kasse ordentlich klingelt und die Gewinne sprießen. Tatsächlich kletterten die Überschüsse aus dem operativen Tagesgeschäft auch um 10 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Allerdings schrieb sich Microsoft aber auch eine Sonderausgabe in Höhe von 13,8 Milliarden Dollar an die US-Steuerkasse in die Bücher. Fällig wird der Betrag für Kapital, das bei diversen Auslandsgesellschaften geparkt war und nun zur Konzernzentrale in Redmond transferiert wird. Das Unternehmen nutzte dabei eine Gelegenheit, die sich durch die Steuerreform der US-Regierung auftat. Hier wurden wesentlich weniger Abgaben auf die in die USA geholten Gewinne fällig als zuvor.

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