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Immer mehr Betrüger springen auf den Zug der Kryptowährungen auf

Von Witold Pryjda am 24.01.2018 15:50 Uhr
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Das Thema Bitcoin bzw. Kryptowährungen ist derzeit in aller Munde und so mancher träumt angesichts der Medienberichte zu Kurshöhenflügen vom großen Geld. Das gilt aber auch für Betrüger, denn immer häufiger bekommen Verbraucherschützer Beschwerden von Menschen, die auf Betrügereien hereingefallen sind.

An Kryptowährungen kommt man derzeit in Medien kaum vorbei, das gilt aber nicht nur für Technik- und Wirtschaftsinteressierte, sondern eigentlich für alle. Doch immer wieder zeigt sich, dass der Otto-Normal-Anwender nicht viel über Bitcoin und Co. weiß.

Denn laut der Verbraucherzentrale Hessen habe man in den vergangenen Wochen verstärkt Beschwerden über Anbieter bekommen, die mit den Stichwörtern Bitcoin und Kryptowährung zu dubiosen Investitionen locken. Derzeit sind es 20 verschiedene Anbieter und sechs Währungen, bei denen es Betrugsvorwürfe oder Hinweise auf Irreführung gibt.

Schneeballsysteme

Diese Betrügereien haben in der Regel kaum etwas mit Bitcoin und Co. zu tun. Vielmehr werden unwissende Nutzer zu verbotenen Schneeballsystemen gelockt. Mit Investitionen in neue und angeblich zukunftsweisende Kryptowährungen sollen Verbraucher hohe Renditen erwirtschaften können, versprechen die Hintermänner. Die Anbieter werben auf Facebook und in Messenger-Diensten oder kontaktieren Verbraucher unaufgefordert per E-Mail.

Die Masche bei solchen, nach dem so genannten Ponzi-Schema arbeitenden "Geschäftsmodellen", ist immer dieselbe: Nähere Informationen gibt es häufig nur nach Kontaktaufnahme oder Registrierung auf den werbenden Seiten. Oftmals fehlt hier das Impressum oder die Anbieter haben ihren Sitz im Ausland. Die Kunden sollen dann selbst neue Interessenten suchen und dafür Provisionen erhalten.

"Hier sind nicht Kryptowährungen an sich das Problem, sondern unlautere Geschäfte in diesem Umfeld", meint Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen. Gegen Kryptowährungen an sich haben die Verbraucherschützer indes nichts Grundsätzliches einzuwenden, man warnt aber auch hier vor zu hohen Erwartungen, auch könne man das Risiko eines Totalverlustes nie ganz ausschließen.

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