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Airband: Microsoft nähert sich kommerziellem Start von "Super-WLAN"

Von Witold Pryjda am 22.01.2018 09:05 Uhr
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Die so genannten White Spaces sind Frequenzbänder, die reserviert sind oder waren, aber nicht genutzt werden. Es gibt einige IT-Konzerne, die daran arbeiten, diese auszunutzen. Besonders aktiv ist hier Microsoft und die Redmonder haben nun einen Markennamen dafür registriert: Airband.

Die Idee zur Nutzung von White Spaces zur Datenübertragung ist alles andere als neu, Microsoft beispielsweise forscht daran seit mehr als einem Jahrzehnt. Die White Spaces sind in der Telekommunikation Frequenzen, die einem Rundfunkdienst zugeordnet werden, aber bisher nicht aktiv sind.

Dass sie überhaupt zur Verfügung stehen, liegt an der Umstellung des analogen Fernsehens auf (das digitale) DVB-T. Dieses arbeitet hinsichtlich Frequenzen wesentlich sparsamer bzw. in einem engeren Bereich, die freigewordenen Teile können zur Datenübertragung eingesetzt werden. Das Ganze wird vereinfacht auch gerne mit "Super-WLAN" umschrieben.

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Ob und wie die White Spaces genutzt werden können ist allerdings nicht nur eine technologische Frage, sondern auch eine regulatorische. Denn in den USA erlaubt die Telekommunikationsbehörde Federal Communications Commission (FCC) eine Nutzung, in der EU ist das bisher ungeklärt.

Frischer Trademark

Microsoft hat diese Technologie bisher u. a. in Afrika getestet und offenbar macht man sich bereit, sie kommerzieller bzw. auf breiterer Basis anzubieten. Denn diese Art der Datenübertragung hat nun auch einen Markennamen, nämlich Airband (via MSPowerUser).

Der Trademark, der mit dem 16. Januar 2018 datiert ist, soll für "Hardware, Software und Software-Anwendungen" gelten, "die White Space-Kommunikationskanäle, Netzwerke und Datenbanken bereitstellen". Dazu kommt noch eine zweite Ebene hinzu, Airband soll auch für geschäftliche Bereiche sowie die Aufklärung der Öffentlichkeit über dieses Thema gelten. Kurzum: Noch kann auch in den USA nicht die Rede davon sein, dass die Nutzung von White Spaces normal ist, aber Microsoft kommt dem eindeutig näher, da man nun den Außenauftritt vorbereitet.
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