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Fall Megaupload: Die US-Regierung besitzt nun 18 "Mega"-Domains

Von Witold Pryjda am 17.01.2018 15:06 Uhr
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Der Fall Megaupload jährt sich am nächsten Freitag zum mittlerweile sechsten Mal, damals wurde der berühmt-berüchtigte Filehoster geschlossen, auf dem Anwesen von Kim Dotcom kam es zu einer spektakulären Polizeiaktion. Die Causa beschäftigt seither die Gerichte, vor allem in Neuseeland. Aktuell muss der Hauptangeklagte einen erneuten Rückschlag kassieren.

Anfang 2012 sind US-amerikanische und neuseeländische Behörden in einer gemeinsamen Aktion gegen den gebürtigen Deutschen Kim Dotcom vorgegangen. Dabei haben sie Geld in Millionen-Dollar-Höhe sowie diverse reale Besitztümer beschlagnahmt, diese sind über die ganze Welt verstreut.

Illegal erlangt

Die Behörden behaupten, dass diese Vermögenswerte illegal erlangt worden sind, da sie mit Hilfe von Copyright-Verstößen sowie Geldwäsche gemacht wurden, so die Vorwürfe. Die US-Regierung hat deshalb von strafrechtlichen Ermittlungen unabhängige zivile Klagen auf den Weg gebracht.

Megaupload-Support von Musikern
Dabei wollte man Konten, Server, Domain-Namen und anderes pfänden und hat auch erste Klagen gewonnen. Dieser Gerichtssieg war die Basis, dass die US-Behörden andere Klagen dieser Art weiterverfolgen und das hat man laut TorrentFreak nun erfolgreich durchgeführt.

Im aktuellsten Verfahren ging es unter anderem um beschlagnahmte Domains, darunter Megaupload.com und Megavideo.com. Ein Bundesgericht in Virginia hat nun alle Ansprüche von Kim Dotcom und seinem Mitangeklagten Mathias Ortman abgewiesen, damit besitzt die US-Regierung nun eine Reihe an "Mega"-Domains, insgesamt sind es 18.

Das rechtliche Hauptargument dieser Zivilklage(n) ist, dass Dotcom und Co. als "flüchtig" angesehen werden müssten. Im Prinzip verwirkt ein Angeklagter seine Ansprüche, wenn er sich nicht dem Gericht stellt. Die Chancen, die Domains und andere Werte zurückzubekommen, gehen gegen null, Dotcom-Anwalt Ira Rothken will aber dennoch gegen die jüngste Entscheidung vorgehen.
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