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Microsoft: So leidet die Windows-Performance unter Meltdown-Patches

Von Christian Kahle am 10.01.2018 08:48 Uhr
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Während immer mehr Windows-Nutzer Patches erhalten, die gegen die viel diskutierten Sicherheitslücken in Prozessoren helfen sollen, informiert Microsoft nun auch über die bisherigen Erfahrungen hinsichtlich der zu erwartenden Performance-Verluste. Denn diese waren seit der Veröffentlichung erster Informationen zu Meltdown und Spectre ein großes Thema.

Klar ist, dass man die Bugs nicht aus der Welt schaffen kann, ohne dass die Leistung der CPU reduziert wird. Wie stark der Performance-Abfall ausfällt, hängt allerdings sehr davon ab, mit welcher Architektur man es konkret zu tun hat und wie umfassend die jeweiligen Patches arbeiten. So ist in der Praxis zu erkennen, dass auf manchen Systemen überhaupt kein spürbarer Effekt eintritt, während andere Rechner tatsächlich um bis zu 30 Prozent langsamer werden. Laut Microsoft stellt sich die Lage unter Windows nach derzeitigem Stand wie folgt dar:


Windows 10 besser vorbereitet

Auffällig ist hier am Rande, dass Microsoft offenbar fast schon passiv-aggressiv voraussetzt, dass ohnehin niemand Windows 7 auf neueren Rechnern einsetzt. Generell, so hieß es, ist unter Windows 7 und Windows 8 mit einem deutlich stärkeren Verlust an Performance zu rechnen. Das sei auf frühere Design-Entscheidungen zurückzuführen, die deutlich mehr User-Kernel-Transitionen verursachen. In Windows 10 hat man hier ohnehin schon einige Änderungen an der Architektur vorgenommen.

Microsoft kündigte ferner an, in den kommenden Wochen noch konkretere Benchmarks zu veröffentlichen. Generell betonten die Redmonder, dass es derzeit darum ginge, in der gesamten Branche ordentlich zusammenzuarbeiten und gemeinsam Lösungen zu finden. Denn die Sicherheit der Kunden müsse die oberste Priorität aller Beteiligten sein - immerhin würden die sonst zu erwartenden Vertrauensverluste auch ein enormes wirtschaftliches Risiko für die ganze Branche darstellen.

Wie sich eine konkrete Test-Konfiguration mit Windows 10 bei verschiedenen Anwendungen verhält, hatten die Kollegen von TechSpot direkt nach dem Auftauchen erster Patches für verschiedene Anwendungen getestet:


Siehe auch:

Meltdown & Spectre Die wichtigsten Fragen und Antworten WinFuture Update Packs Alle Sicherheitsupdate in einem Paket
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