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iPhone-Akkus: Apple zahlt manchen Kunden Geld für Tausch zurück

Von Markus Kasanmascheff am 02.01.2018 22:02 Uhr
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Die von Apple nach Bekanntwerden der heimlichen Performance-Bremse bei älteren iPhones aufgelegte Rabattaktion gilt offenbar teilweise rück­wirkend. Wie der französische Blog igeneration berichtet, bekommt man für ab dem 14. Dezember gekaufte iPhone-Akkus der betroffenen Modelle den über den Aktionspreis von 29 Euro hinausgehenden Betrag zurückerstattet.

Apple ersetzt ab sofort Akkus ab dem iPhone 6 zu dem bis Ende 2018 gültigen Sonderpreis von nur 29 Euro. Wie inzwischen bekannt wurde, geht der Konzern dabei ziemlich kulant vor. Das Sonderangebot gilt laut igeneration nicht nur für iPhones, bei denen wegen niedrigerer Akku-Kapazität die automatische Performance-Bremse greift, sondern für alle Geräte. Apple soll alle Genius-Bar-Mitarbeiter in den Apple Stores mit einem internen Memo dazu an­ge­wie­sen haben. An die große Glocke hängen wollte der Konzern dieses Detail der ver­mut­lich recht teuren Rabattaktion aber wohl nicht.

iPhone 6s iFixit

Auch die Kunden, welche in den zwei Wochen vor Beginn der Rabattaktion bereits einen Austauschakku erworben haben, lässt Apple nicht im Regen stehen. igeneration hat ebenfalls herausgefunden, dass Apple für Akkus die ab dem 14. Dezember zum deutlich höheren Regulärpreis von 89 Euro gekauft wurden, den Differenzbetrag zurückerstattet. Jedenfalls wurde französischen Kunden, die auf eine Rückerstattung pochten, dieser Stichtag mitgeteilt. Ob dieser generell und vor allem auch in Deutschland gilt, ist jedoch bislang nicht bekannt.

Rückerstattung ist nicht offiziell

Betroffene Kunden, die erst vor kurzem einen teuren Austausch-Akku gekauft haben, sollten einfach ihr Glück versuchen. Wenn ihr zu diesem Personenkreis gehört, und bei Apple um eine Rückerstattung anfragt, hinterlasst uns doch bitte einen Kommentar. Wir sind gespannt, wie die Sache für euch ausging.

Bekannt wurde die Performance-Bremse bei älteren iPhones Mitte letzten Monats, nachdem sich der Entwickler des Bench­mar­king-Tools Geekbench dem Thema mit einer Meta-Analyse angenommen hatte. Mitten im Weih­nachts­ge­schäft musste Apple dann die Vorwürfe ein­räu­men.

Man habe über das Energie-Management dafür gesorgt, bei den Modellen iPhone 6, iPhone 6s und iPhone SE bei schwachen Akkus Leis­tungs­peaks durch He­run­ter­tak­ten abzufedern, um Abstürze oder das frühzeitige He­run­ter­fah­ren zu unterbinden. Mittlerweile hat Apple dies­be­züg­lich eine Reihe von Klagen am Hals. Mit dem günstigen Akku-Umtausch will man die teilweise verärgerten Kunden milde stimmen.
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