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2018 will Apple den Lisa Quellcode freigegeben, Fans sind begeistert

Von John Woll am 29.12.2017 19:59 Uhr
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Das grafische Benutzerinterface war wohl eine der wichtigsten Erfindungen für den rasanten Aufstieg von Computern. Das Modell Apple Lisa zählt hier zu den ersten Rechnern, die eine solche Oberfläche mitbrachten, der Quellcode des Betriebssystems ist bald frei verfügbar.

Ein Stück Computergeschichte wird bald für jedermann verfügbar

Es gibt einige Computer und Programme, denen wird ein ganz besonderer Platz in der Entwicklungsgeschichte der gesamten Branche zugeschrieben. Einrichtungen wie das Computer History Museum bemühen sich darum, möglichst alle wichtigen Meilensteine in der Entwicklung von Hardware und Software für die Nachwelt zu bewahren.

Apple Lisa

Wie der Software-Kurator Al Kossow laut heise jetzt kurz vor Ende des Jahres verkündet, konnte er den Quellcode des Betriebssystems wiederherstellen, das bei Apples bekanntem Lisa-Computer von 1983 zum Einsatz kam. Darüber hinaus habe er auch die mitgelieferten Programme des Computers vollständig rekonstruiert, der von Steve Jobs mitentwickelt worden war. Lisa gilt als einer der ersten Personal Computer, der über eine Maus und ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche verfügte.

Wie Kossow weiter ausführt, habe er den gesamten gesammelten Quellcode jetzt bei Apple eingereicht, die eine weitere Überprüfung vornehmen werden. Der Konzern könne jetzt entscheiden, welche Teile er dann in der Folge öffentlich zugänglich machen will, danach stünde der freigegebene Quellcode für alle frei zur Verfügung. Der Software-Kurator werde zu gegebener Zeit einen Blogpost verfassen, der der "historischen Bedeutung der Software" Rechnung trägt. "Der Code, der von Apple zur Veröffentlichung freigegeben wurde, wird 2018 bereitgestellt", so Kossow.

Enthusiasten schon ganz begeistert

Natürlich ist die Veröffentlichung des Lisa-OS-Quellcodes vor allem für echte Enthusiasten eine aufregende Nachricht. Wie beispielsweise der Nutzer Tom Stepleton schreibt, freue er sich schon darauf, Lisa endlich mit dem Patch Y1.995K zu versorgen - eine Anspielung auf ein Update, "auf das Lisa seit ungefähr 28 Jahren wartet". Das Lisa-Os wird im nächsten Jahr dann im "Center for Software History" auf der Webseite des Museums zu finden sein, und reiht sich hier neben dem Quellcode von Software-Meilensteinen wie Microsoft Word 1.1 und Apple II ein.

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