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Google: Der Konstrukteur des Erfolges tritt von der großen Bühne ab

Von Christian Kahle am 22.12.2017 08:46 Uhr
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Der langjährige Google-Manager Eric Schmidt hat kurz vor Weihnachten noch für klare Verhältnisse gesorgt und seinen Rücktritt angekündigt. Nach umfangreichen Umgestaltungen der Konzern-Struktur war er zuletzt als Executive Chairman im Aufsichtsrat der Dach-Organisation Alphabet tätig. Man wird Schmidt aber weiterhin gelegentlich auf dem Google-Campus sehen.

Wie Schmidt in einer persönlichen Stellungnahme ausführte, sei er mit den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin sowie dem aktuellen Google-Chef Sundar Pichai übereingekommen, dass aktuell der richtige Zeitpunkt für eine Umstellung sei. "Die Struktur von Alphabet funktioniert hervorragend und Google und den anderen Bereichen geht es gut. In den letzten Jahren habe ich mich bereits viel mit Wissenschaft und Technologiefragen sowie der Philanthropie beschäftigt und ich möchte das noch ausbauen", sagte er.

Schmidt war im Jahr 2001 zu Google gestoßen, als die Suchmaschine gerade richtig durchzustarten begann. Die beiden Gründer brachten dem Netz zwar einen technologischen Durchbruch, benötigten aber auch einen Manager, der ihre Firme wirtschaftlich ordentlich führen konnte. Schmidt, der zuvor bei Sun Microsystems und Novell Erfahrungen mit der IT-Branche gesammelt hatte, fügte sich schnell in diese Rolle ein. Und schon bei Googles Börsengang im Jahr 2004 versicherten sich Brin, Page und Schmidt, unbedingt auch in den kommenden 20 Jahren zusammenarbeiten zu wollen.

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Die Schlüsselfigur des Werdens

In der Zwischenzeit hat sich nun Vieles geändert - und dies war in diesem Ausmaß damals sicher noch nicht absehbar. Schon vor einigen Jahren zog sich Schmidt ein gutes Stück aus dem Tagesgeschäft zurück und begann verstärkt die großen strategischen Entwicklungen ins Auge zu fassen. Das Ergebnis dessen war dann unter anderem die Gründung von Alphabet als neuem Mutterkonzern, unter dessen Dach alle bisherigen Google-Aktivitäten und noch einiges mehr stattfinden sollten.

Schmidt hat sich in den vergangenen fast 17 Jahren als herausragender Kopf in der ganzen IT-Branche herausgestellt. Es gibt in dieser zwar zahlreiche gute Ingenieure, Wissenschaftler und Manager - aber nur wenige, die all diese Bereiche auf hohem Niveau im eigenen Schaffen zusammenbringen können. Insofern ist Schmidt ohne Frage der Schlüssel dafür gewesen, dass sich Google zu einem der mächtigsten Konzerne der Branche entwickeln konnte.
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