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Telekom startet Glasfaser-Offensive - leider nur in einer Kleinstadt

Von Christian Kahle am 11.12.2017 16:45 Uhr
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Wenn die Deutsche Telekom die Bereitstellung von Glasfaser-Anschlüssen schon nicht in großem Stil anfängt, so gibt es doch immerhin kleine Pilotprojekte, mit denen man um Aufmerksamkeit wirbt. Eines der FTTH-Vorzeigeprojekte des größten Netzbetreibers des Landes soll nun in Hildburghausen entstehen.

Wie der Konzern mitteilte, werden sich die Bewohner des Ortes in Thüringen ab Anfang Februar für den Glasfaser-Ausbau registrieren können. "Das Ziel der Telekom ist, bis zum 2. Mai des kommenden Jahres in Hildburghausen 1.900 Aufträge für einen superschnellen Internetanschluss zu erhalten. Dies ist Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlichen FTTH-Ausbau in der Kreisstadt", erklärte Rainer Frank, Regionalmanager der Telekom in Thüringen.

Es ist hier also bei weitem nicht so, dass fast alle potenziellen Nutzer schonmal vorab Verträge abschließen müssten, damit der Ausbau beginnt. In der Stadt gibt es etwa 6.300 Anschlüsse in Privathaushalten und Unternehmen. Bis Ende 2018 will die Telekom ihr Netz hier soweit ausgebaut haben, dass diese komplett versorgt werden können, wenn die Besitzer es denn wollen.

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Trenching macht Verlegung schneller

Damit die Verlegung der Kabel zügig vorangeht, setzt die Telekom auf das Trenching-Verfahren. Dabei werden mit einer Fräse schmale Kabelgräben in die Erde gezogen und die Leitung direkt eingebracht. Das ist nicht nur deutlich billiger als der klassische Tiefbau. Die Verlegung kann so auch wesentlich schneller abgeschlossen werden, da alles in einem Arbeitsgang erfolgt.

Wer direkt in der Pilotphase mitmacht, kann dabei viel Geld sparen. Denn eigentlich verlangt die Telekom knapp 800 Euro für den FTTH-Hausanschluss. Diese Gebühr entfällt allerdings bei allen, die sich direkt zum 2. Mai mit anbinden lassen. Für Hausbesitzer ist das letztlich extrem interessant, da Immobilien in einigen Jahren sicherlich einen Wertverlust erleiden, wenn sie nicht ans Glasfasernetz angebunden sind - ähnlich, wie es wohl heute bei fehlender Strom- oder Wasserversorgung der Fall wäre.
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