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Hohe Gebühren: Steam stellt die Bitcoin-Zahlungsmöglichkeit ein

Von Tobias Rduch am 06.12.2017 21:55 Uhr
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Bereits seit einem längeren Zeitraum war es bei Steam möglich, auch mit der virtuellen Währung Bitcoin zu bezahlen. Somit konnten Computerspiele auch über den Anbieter Bitpay gekauft werden. Doch offenbar lohnt sich diese Zahlungsmethode nicht mehr, sodass diese nun eingestellt wurde.

Das Unternehmen Valve gibt in einem offiziellen Blogeintrag bekannt, dass es bei Steam ab heute nicht mehr möglich ist, eine Zahlung mit der Kryptowährung Bitcoin vorzunehmen. Hierfür sind die zu starken Wertschwankungen sowie enorm angestiegene Gebühren für die Zahlungen verantwortlich. In der vergangenen Woche musste für eine Transaktion eine etwa 20 Dollar teure Gebühr bezahlt werden, was Steam jetzt wohl zu viel wurde und sie daher die Reißleine zogen. Bei der Einführung des Zahlungsmittels soll lediglich eine Gebühr von 0,20 Dollar erhoben worden sein.

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Zahlungsoption derzeit nicht tragbar

Obwohl der Bitcoin-Kurs bisher immer extremen Schwankungen unterlag, soll sich die Situation in den letzten Monaten stark verschlechtert haben. Da eine Transaktion oftmals auch einige Zeit dauert, ist der aktuelle Wert der Währung nur für einen kurzen Zeitraum garantiert. Anschließend werden weitere Gebühren fällig, um die Differenz hinzuzufügen oder eine Rückerstattung vorzunehmen. Schlussendlich kommt Valve zum Ergebnis, dass Bitcoin als Zahlungsmethode derzeit "nicht tragbar" sei.

Der Betreiber behält sich jedoch das Recht vor, diese gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Verfügung zu stellen. Wann eine erneute Prüfung erfolgen soll, ist allerdings nicht bekannt. In letzter Zeit ist der Bitcoin-Kurs fortlaufend angestiegen und konnte inzwischen so bereits die 12.000 Dollar-Marke durchbrechen. Finanzexperten stehen der Entwicklung allerdings kritisch gegenüber und vermuten, dass die Kryptowährung zukünftig auch wieder stark an Wert verlieren wird.
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