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"Net-Zero"-Wasserverbrauch: Microsoft hat jetzt den grünsten Campus

Von Markus Kasanmascheff am 05.12.2017 16:45 Uhr
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Microsofts neuer Campus im Silicon Valley hat mit dem so genannten "Net-Zero"-Gütesiegel eine wichtige Ökozertifizierung erhalten und damit unter allen großen IT-Unternehmen den nachhaltigsten Campus, wenn es um die Wassernutzung geht. Erreicht wurde dies durch umfangreiche Umbaumaßnahmen wie Dachbegrünung und Wiederverwertungsanlagen.

Das "Net-Zero"-Konzept der amerikanischen Umweltbehörde EPA schreibt strenge Regeln im Umgang mit Trinkwasser vor. Der Verbrauch aus dem Wassernetz muss durch ver­schie­de­ne Maßnahmen dabei quasi auf Null gesenkt und das Abwasser umweltfreundlich und energiesparend gereinigt werden, damit die Umwelt nicht belastet wird. Auf dem Microsoft-Campus wurde dies nun erreicht.

Das vom Unternehmen genutzte Wasser stammt zu 100 Prozent aus Regenwasser bzw. wiederaufbereitetem Wasser, um eine möglichst effiziente und sparsame Verwendung zu ermöglichen. Angesichts des für seine Wasserknappheit bekannten Kalifornien dürfte das keine leichte Aufgabe gewesen sein. Entsprechend stolz ist Microsoft auch auf das Erreichte und präsentiert die dahinterstehenden Maßnahmen in einem bebilderten Artikel.

Wiederaufbereitung vor Ort

Neben besonders sparsamen Wasserhähnen und Spülungen setzt Microsoft auch auf eine komplexe Wiederaufbereitung des bereits benutzten Wassers. Dieses kommt statt aus dem öffentlichen Wassernetz ausnahmslos aus eigenen Zisternen, welche durch Regenwasser gespeist werden, das von Solarpaneelen und Dächern aufgefangen wird.

Das in Küchen und Toiletten bereits benutzte Wasser wird in einer Reinigungsanlage auf­be­rei­tet und anschließend zum Gießen der diversen Grünflächen und von be­grün­ten Dä­chern verwendet. Für Trinkwasser scheint Microsofts nachhaltiges Wassersystem allerdings nicht verwendet zu werden. Zumindest verliert der Artikel kein Wort darüber. Das Unternehmen dürfte, wie in der Branche üblich, auf Wasserspender setzen, deren große Gallonen von externen Dienstleistern angeliefert und ausgetauscht werden. Das wäre schade, da eine Aufbereitung zum Beispiel über Umkehr-Osmose-Filtersysteme vor Ort ebenfalls möglich wäre.
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