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Apple: MacOS-Lücke gefixt, dafür die Dateifreigabe kaputt gemacht

Von Witold Pryjda am 30.11.2017 16:09 Uhr
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Eine schwerwiegende Lücke hielt die MacOS-Welt diese Woche in Atem, auch wenn diese in der Praxis kaum zu ernsthaften Schäden geführt hat. Gelitten hat aber vor allem das Image des kalifornischen Konzerns, kleinlaut musste man zugeben, dass man die Entwicklungsprozesse überarbeiten wird. Das ist auch dringend nötig, wie auch der bereitgestellte Fix zeigt.

Neues Missgeschick durch Update

Der MacOS-Anbieter hat sich für den peinlichen sicherheitsrelevanten Bug entschuldigen müssen. Man hat auch mitgeteilt, dass sich das nicht wiederholen soll, da man die "Entwicklungsprozesse überprüfen" werde. Und das sollte man in der Tat tun: Denn beim Fix für die Root-Zugangslücke ist dem Unternehmen ein anderes Missgeschick passiert.

Denn Apple hat vor kurzem ein Update veröffentlicht, das diese Mac OS High Sierra-Lücke erfolgreich schließt. Unglücklicherweise wird zwar ein Bug beseitigt, aber ein anderer eingeführt. Denn mit dem jüngsten Notfall-Fix wurde die Dateifreigabe von MacOS zerschossen. Auf Twitter kam es entsprechend zu zahlreichen Beschwerden.

MacOS: So einfach kann man dem Nutzer alle Passwörter klauen
Apple hat wenig später ein Support-Dokument veröffentlicht, das beschreibt, wie man das neue Problem aus der Welt schaffen kann, allerdings muss man hier die Terminal-App öffnen und manuell Kommandos eingeben. Denn man muss dort "sudo /usr/libexec/configureLocalKDC" (ohne Anführungszeichen) eingeben und die Eingabe per Administrator-Passwort bestätigen.

Laut diversen Rückmeldungen auf Twitter (via The Guardian) ist es für einige Anwender völlig inakzeptabel, dass man manuelle Kommandos per Terminal eingeben müsse und das "wegen der Inkompetenz von Apple". Andere waren pragmatischer und meinten, dass das schnelle Schließen einer schweren Lücke einen "verkraftbaren Verlust" rechtfertige.

Siehe auch: Apple will nach sehr peinlichem Bug endlich seine Prozesse überarbeiten
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