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Honor V10 (Honor 9 Pro?) vorgestellt: Top-Smartphone für wenig Geld

Von Roland Quandt am 28.11.2017 10:26 Uhr
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Die Huawei-Tochter Honor hat mit dem Honor V10 in China soeben ihr neues Flaggschiff-Smartphone für die zweite Jahreshälfte vorgestellt, mit dem man dem Trend zu 2:1- bzw. 18:9-Displays folgt. Wie erwartet wird hier vieles verbaut, das auch im Mate 10 von Huawei selbst zu finden ist, doch Honor versucht auch beim V10 wieder eigene Wege in Sachen Design zu beschreiten. In Deutschland erscheint das Gerät Anfang Dezember.

Das Honor V10, das hierzulande vermutlich am 5. Dezember präsentiert wird und dann diversen Gerüchten zufolge als Honor 9 Pro erscheinen könnte, bietet ein ganze 5,99 Zoll messendes LCD-Panel, das mit 2160x1080 Pixeln eine Full-HD-Auflösung bietet. Es hat somit wie viele andere aktuelle Geräte ein im 2:1-Format gehaltenes Display und kommt dadurch mit deutlich schmaleren Rändern aus als der Vorgänger. Dennoch bringt Huawei den Fingerabdruckleser hier nicht auf der Rückseite sondern weiterhin auf der Front unter.

Honor V10


Honor V10

High-End-SoC Kirin 970 mit integrierter KI-Engine

Im Innern steckt nun auch der Kirin 970, jener bis zu 2,4 Gigahertz schnelle Octacore-SoC, der mit einer sogenannten Neural Processing Unit (NPU) ab Werk mit umfangreichen KI-Funktionen aufwarten soll. Der Chip hat vier ARM Cortex-A53-Kerne, die mit maximal 1,84 Gigahertz arbeiten und für weniger anspruchsvolle Aufgaben herhalten, während vier weitere ARM Cortex-A73-Kerne mit bis zu 2,4 GHz für maximale Leistung sorgen sollen. Er bringt außerdem eine Mali-G72-Grafikeinheit mit, so dass in Sachen Gaming-Performance ebenfalls einiges geboten wird.

Honor V10

Je nach Modell verbaut Honor hier vier oder gleich sechs Gigabyte Arbeitsspeicher, während der interne Flash-Speicher entweder 64 oder 128 Gigabyte groß ist. Ob es sich dabei um schnellen UFS-Flash handelt, ist noch offen. Eine Erweiterung des Speichers ist anders als beim Mate 10 Pro von Huawei selbst durchaus möglich. Es gibt zudem grundsätzlich gleich zwei Nano-SIM-Kartenslots.

20- und 16-Megapixel-Kameras auf der Rückseite

Bei den Kameras setzt man beim Honor V10 auf die Kombination eines 20- und eines 16-Megapixel-Sensors auf der Rückseite, die jeweils eine F/1.8-Blende aufweisen und über Dual-Phase-Detection-Autofokus verfügen. Auf einen optischen Bildstabilisator muss man hier aber wohl verzichten. Wie schon beim Mate 10 soll auch das V10 dank der KI-Fähigkeiten des Prozessors in der Lage sein, die Bildinhalte zu erkennen und jeweils die optimalen Einstellungen automatisch wählen. Auf der Front sitzt eine 13-Megapixel-Kamera, bei der die KI-Funktionen für optimale Selfies sorgen sollen.

Honor V10

Das V10 funkt natürlich über Gigabit-LTE, Bluetooth und Gigabit-WLAN, auch NFC-Support ist laut den offiziellen Datenblättern mit integriert. Der fest verbaute Akku ist laut Honor immerhin 3750mAh groß und soll damit für ordentliche Laufzeiten sorgen, auch wenn er nicht ganz an die 4000mAh-Akkus der Mate-Serie heranreicht. Die Energieversorgung erfolgt mittels "SuperCharge"-Technologie, also mit bis zu 4,5 Ampere bei fünf Volt, was letztlich mit gut 22 Watt dafür sorgen soll, dass der Akku innerhalb von weniger als zwei Stunden gefüllt ist. Nach gut einer halben Stunde schafft man es über den USB Type-C-Port auf mehr als 50 Prozent Akkuladung.


Bunt und günstig

Das Honor V10 steckt in einem Unibody-Gehäuse aus Aluminium, bei dem der Hersteller versucht die Antennenbänder gut zu integrieren und so einen möglichst sauberen Look zu bieten. Mit knapp sieben Millimetern Bauhöhe und 172 Gramm Gewicht bewegt man sich auf dem üblichen Niveau. Bei den Farben haben die Kunden zumindest in China die Wahl zwischen Schwarz, Blau und Kombinationen aus einer weißen Front mit goldener Rückseite oder aber schwarzer Front und roter Rückseite. Über die dortigen Netzbetreiber soll es aber wohl auch noch andere Farbvarianten geben.

Als Betriebssystem läuft hier Android 8.0 "Oreo" in Verbindung mit der kürzlich ebenfalls neu präsentierten Huawei EMUI 8.0. Das Honor V10 kostet in China in der Basis-Version mit vier GB RAM und 64 GB Flash-Speicher 2699 Yuan, was umgerechnet 343 Euro entspricht. Die Ausgabe mit sechs GB RAM und 64 GB Flash kostet 2999 Yuan, also umgerechnet etwa 382 Euro. Für das Topmodell mit sechs GB RAM und 128 GB Flash-Speicher werden 3499 Yuan fällig, also umgerechnet etwa 445 Euro.

Hierzulande könnte es preislich schon ab 399 bzw. 429 Euro losgehen, womit man wieder den günstigen Preispunkt des Honor 9 treffen würde. Der Launch der europäischen Variante des Honor V10, das hierzulande vermutlich anders heißen soll, wird am 5. Dezember 2017 in London erwartet.
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