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Samsung: Graphen macht Smartphone-Akkus in 12 Minuten aufladbar

Von Roland Quandt am 27.11.2017 15:51 Uhr
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Dem koreanischen Elektronikgigant Samsung ist es gelungen, "Graphen-Bälle" synthetisch herzustellen, die dazu verwendet werden können, Lithium-Ionen-Akkus langlebiger und schneller aufladbar zu machen. Die Forschungsabteilung will damit die Grundlagen für eine neue Generation von Akkus für Smartphones und andere mobile Produkte schaffen.

Wie ZDNet unter Berufung auf einen von Forschern des Samsung Advanced Institute of Technology (SAIT) im US-Magazin Nature veröffentlichten Artikel berichtet, melden diese darin die erfolgreiche synthetische Herstellung von Graphen-Bällen zum Einsatz in Akkus. Mit Hilfe von Siliciumdioxid gelang es ihnen, Graphen synthetisch herzustellen und dabei in eine "dreidimensionale Popcorn" ähnliche Form zu bringen.

Im Anschluss fertigten sie daraus die Anode und Kathode von Lithium-Ionen-Akkus. Die Ergebnisse der Mühen der Forscher klingen schon jetzt vielversprechend. So ließ sich die Ladezeit eines mit dem neuen Material gefertigten Akkus von einer Stunde auf nur noch 12 Minuten reduzieren. Außerdem halten die neuartigen Akkus deutlich höhere Temperaturen aus - 60 Grad Celsius waren auch über einen längeren Zeitraum kein Problem, womit die Akkus auch für den Einsatz in elektrisch betriebenen Autos geeignet wären.

Samsung besitzt nun nach eigenen Angaben ein Patent auf die Technologie für Südkorea und die USA. Graphen rückte zuletzt immer häufiger in das Interesse von Forschern, weil das hochleitfähige und vergleichsweise stabile Material ihnen gut für die Verwendung in Elektronikprodukten erscheint. Neben Akkus wurden auch schon OLED-Displays aus dem Material gefertigt.

Dass Samsung neue Akkutechnologien erforscht, ist wenig überraschend, da der Konzern selbst auch einer der größten Akkuhersteller ist. Hinzu kommt, dass Lithium-Ionen-Akkus immer wieder durch Probleme auffielen. So musste Samsung im letzten Jahr das Samsung Galaxy Note7 sogar komplett vom Markt nehmen, nachdem hunderte Geräte durch Produktionsfehler in Brand geraten waren.
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