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Windows 10 auf Snapdragon 835: Erste Infos zu 13"-Notebook von ASUS

Von Roland Quandt am 21.11.2017 12:38 Uhr
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Nachdem vor kurzem erste Benchmark-Ergebnisse und einige wenige Details zu einem ersten ARM-basierten Notebook mit Windows 10 von HP aufgetaucht waren, gesellt sich nun wie erwartet auch der taiwanische Computerhersteller ASUS dazu. Das Unternehmen plant offenbar ein 2-in-1-Gerät mit umlegbarem Display, das mit dem Qualcomm Snapdragon 835 und Microsofts Betriebssystem läuft.

Noch gibt es kaum Details zu ASUS' neuem Laptop mit Windows 10 und ARM-Prozessor, doch die Datenbank von Geekbench führt seit kurzem ein Gerät mit der Modellbezeichnung ASUS TP370QL. Dieses wird mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher gelistet und soll einen 2,21 Gigahertz schnellen Octacore-SoC an Bord haben, bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Snapdragon 835 handelt. Seine Taktrate wird letztlich wohl falsch von der Benchmark-Lösung gemeldet und dürfte bei den üblichen 2,45 GHz liegen.

ASUS TP370QL

Anhand der Prozessorkennung lässt sich nachvollziehen, dass es sich um den gleichen Chip handelt, der auch in den kürzlich unter der Bezeichnung Qualcomm CLS und HP Proto 2 bei Geekbench gelisteten Geräten verwendet wurde. Dieser wird, in den inzwischen wohl auf Drängen von Qualcomm oder HP gelöschten Einträgen, in der Geekbench-DB (Google-Cache) im Bereich BIOS eindeutig als MSM8998 identifiziert, was die interne Modellbezeichnung des Snapdragon 835 ist.

Anders als bei den zuvor gesichteten Prototypen hat das Modell von ASUS wohl "nur" vier Gigabyte Arbeitsspeicher an Bord, wobei nicht auszuschließen ist, dass das TP370QL auch in Varianten mit mehr RAM auf den Markt kommt. Leider finden sich im Netz bisher keine weiteren Angaben zur Ausstattung von ASUS' erstem neuen ARM-Notebook mit Qualcomm Snapdragon 835. Immerhin zeigt das Benchmark-Ergebnis, dass hier eine 32-Bit-Version von Windows 10 Pro im Einsatz ist.

Siehe auch: Windows 10: Laptops mit Snapdragon 835 sollen tagelang laufen können

Die Modellnummer verrät darüber hinaus aber doch ein paar Details. So legt sie nahe, dass es sich um ein 2-in-1-Gerät aus der ZenBook Flip-Serie handelt, da diese "traditionell" Modellnummern mit der Buchstabenfolge "TP" am Anfang aufweist. Auch die Zahlen in der Modellnummer geben Auskunft: die "3" steht für die Display-Diagonale, die wohl bei rund 13 Zoll liegen wird. Die "7" wiederum legt nahe, dass es sich vermutlich um ein eher im Premium-Segment angesiedeltes Gerät handeln könnte. In beiden Fällen wäre hierbei aber vorausgesetzt, dass ASUS an seinem üblichen Schema für die Modellnummern festgehalten hat.

Die Benchmark-Ergebnisse des neuen ASUS-Notebooks mit Qualcomm-CPU liegen ungefähr auf dem gleichen Niveau wie bei den zuvor gesichteten Prototypen von Qualcomm und HP - also rund ein Drittel unter den von aktuellen Smartphones mit Android und dem gleichen Prozessor gemeldeten Resultaten. Offenbar steckt man derzeit noch in der Entwicklung, da die verschiedenen Messergebnisse jeweils stark variierende Versionsnummern der Firmware aufweisen.

Eigentlich hatte Microsoft angekündigt, dass man noch in diesem Jahr erste Geräte von seinen Hardware-Partnern erwarten dürfe, die auf dem Qualcomm Snapdragon 835 ARM-Prozessor basieren sollen und mit der emulierten Vollversion von Windows 10 laufen. Ob dieser Zeitplan tatsächlich eingehalten werden kann, ist noch immer offen. Wahrscheinlicher ist wohl, dass wir zur CES 2018 und auf dem Mobile World Congress 2018 erste Geräte einiger Hersteller zu sehen bekommen.
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