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Telekom: StreamOn-Optionen sollen zunächst nicht abgeändert werden

Von Tobias Rduch am 11.11.2017 22:19 Uhr
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Obwohl die Bundesnetzagentur das StreamOn-Angebot der Deutschen Telekom bemängelt hatte, wurden bislang keine Änderungen vor­ge­nom­men. Auch nach Ablauf einer Frist zur Nachbesserung sollen die Optionen für die Kunden wie gewohnt bestehen bleiben. Das weitere Vorgehen bleibt jedoch noch weitestgehend unklar.

Während die Bundesnetzagentur das sogenannte Zero-Rating-Angebot nicht grundsätzlich bemängelt, wurden im Oktober 2017 zwei mit StreamOn zusammenhängende Punkte kritisiert. Die Behörde stellte einen Verstoß gegen die Netzneutralität fest, da beispielsweise Videoinhalte in den meisten Tarifen ohne MagentaEins-Vorteil auf ein SD-Format heruntergerechnet werden müssen, damit diese nicht das Datenvolumen des Nutzers belasten. Im Gegensatz dazu werden Audio-Inhalte nicht komprimiert, sodass die Telekom verschiedene Diensteklassen unterschiedlich behandelt.

StreamOn: Telekom bewirbt seine kostenlosen Streaming-Optionen
Außerdem gestaltet sich die EU-Roaming-Regelung als problematisch, da StreamOn lediglich national zum Einsatz kommt. Die Bundesnetzagentur hatte die Telekom aufgefordert, bei beiden Details Veränderungen vorzunehmen. Laut Teltarif soll sich die Telekom in Gesprächen mit der Bundes­netz­agentur befinden. Das Unternehmen betont jetzt allerdings, dass die entsprechenden Richtlinien durch die Regulierungsbehörde zu eng ausgelegt worden sind. Sobald der Kunde große Datenmengen im Ausland herunterlädt, fallen für den Provider hohe Kosten an.

StreamOn bei den Nutzern sehr beliebt

Daher hofft die Telekom auf eine Entscheidung der Bundesnetzagentur, die im Sinne der Kunden ausfällt. Das Angebot soll inzwischen bei mehr als 500.000 Nutzern sehr beliebt sein und von den Kunden regelmäßig genutzt werden. Hieraus folgt, dass die Zahl der Verträge mit einer integrierten StreamOn-Option stark zugenommen hat. Das seit April 2017 verfügbare Angebot konnte bis Juni 2017 erst 200.000 Kunden überzeugen.
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