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Microsoft-Gaming: Neue Entwickler-Studios und Streaming kommen bald

Von Christian Kahle am 07.11.2017 14:03 Uhr
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Nun, da die Verkäufe der neuen Xbox One X anlaufen, will Microsoft sich wieder verstärkt um Software und Dienste kümmern. Das bedeutet insbesondere, dass die Investitionen in die Entwicklung eigener Spiele deutlich ausgebaut werden, wie Phil Spencer, der Chef der Xbox-Sparte, ausführte.

Gegenüber der US-Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte er, dass dies auch die Gründung sowie die Übernahme weiterer Entwickler-Studios mit einschließe. Nachdem Microsoft über längere Zeit vor allem mit Studio-Schließungen und eingestellten Projekten glänzte, scheint das nun eine kleine Trendwende einzuläuten - was letztlich aber auch nur eine Reaktion auf die immer lauter werdenden Kritiken wäre.

"Wir müssen wachsen und ich werde sehen, wie wir das hinbekommen", erklärte Spencer wohl auch mit Blick auf die Konkurrenz. Dafür will man nun wieder mehr auf die eigenen Stärken setzen - und die liegen bei Microsoft traditionell bei der Schöpfung von Inhalten. Das zeigt sich auch daran, dass ein guter Teil der großen Verkaufsschlager für die Xbox-Plattform aus dem eigenen Hause kamen - sei es nun die "Halo"-Serie oder aber "Gears of War".

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Azure-Fortschritt macht Streaming realistisch

Generell will man bei Microsoft ja etwas davon weg, den Erfolg der eigenen Konsolen-Plattform vor allem an den Zahlen abgesetzter Geräte festzumachen - das wäre vor allem mit Blick auf Sony auf Dauer auch etwas deprimierend. Stattdessen sollen die gesamten Aktivitäten inklusive der Spiele-Umsätze - auch über die Konsole hinaus - mit in die Bilanz einbezogenen werden.

Im Zuge dessen steht auch ein eigener Dienst für das Spiele-Streaming wieder auf dem Programm. Laut Spencer soll es in den kommenden drei Jahren hier etwas Konkreteres zu sehen geben - und man wird dann wohl auch Xbox-Spiele nutzen können, ohne selbst eine Konsole zu besitzen. An einem entsprechenden Angebot wird eigentlich schon lange immer wieder einmal gearbeitet - 2012 gab es sogar interne Tests. Allerdings erwies sich der Betrieb damals noch als zu teuer, um gute Preise für den Nutzer absehbar zu machen. Durch die enormen Entwicklungen in der Azure-Cloud gibt es inzwischen aber deutlich bessere Voraussetzungen.

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