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Microsoft arbeitet wohl an einem völlig neuartigen faltbaren Tablet

Von Witold Pryjda am 26.10.2017 16:36 Uhr
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Der Redmonder Konzern hat sich aus dem Smartphone-Geschäft zurückgezogen, doch die Gerüchte über ein Surface Phone wollen nicht verstummen. Das wird man zwar aller Wahrscheinlichkeit nie sehen, das Unternehmen will aber Mobilgeräte auch nicht ganz aufgeben. Nun heißt es, dass man ein "faltbares" Gerät in Arbeit hat, das sich auf Stift-Bedienung fokussiert.

Windows Phones sind tot, gleiches gilt für Windows 10 Mobile. Das ist seit einer ganzen Weile klar. Dennoch hat sich Microsoft-CEO Satya Nadella in Interviews eine Hintertür gelassen und angedeutet, dass man bei einer komplett neuen und innovativen Produktkategorie ein Stück weit auf den Markt zurückkehren könnte.

Nun zeichnet sich ab, wie man das machen könnte. Denn wie Windows Central berichtet, soll das Unternehmen derzeit an einer Hardware arbeiten, die man zweifellos als neuartig bezeichnen kann. Denn das Gerät soll eine völlig neue Nutzergruppe erschließen und vor allem auf Bedienung mit Pen sowie "digitale Tinte" setzen. Dabei spielen zwei technische Begriffe eine große Rolle: CShell und Windows Core OS, die Kombination wird im Netz gemeinhin unter dem Namen "Andromeda" zusammengefasst.

Courier: Tablet-PC von Microsoft

"Rückkehr" von Courier?

Zu diesem Andromeda-Gerät soll es auch schon einen ersten Prototyp geben. Das Blog beschreibt dieses als "faltbares Tablet", das mit Windows 10 bzw. Windows Core OS läuft, CShell soll die Vorteile der geteilten Displays aufgreifen bzw. diese ausnutzen.

Das neuartige Tablet soll zwar auch Telefonie-Funktionalitäten bieten, einen Smartphone-Ersatz soll es aber nicht darstellen. Vielmehr dürfte Microsoft hier ein bereits älteres, aber nie zur Marktreife gebrachtes Konzept aufgreifen, nämlich das Doppel-Schirm-Tablet Courier.

Bei der Bedienung soll Windows Ink die zentrale Rolle spielen, Microsoft möchte, dass sich das Gerät möglichst wie ein (Papier-)Notizbuch anfühlt. Unter der Haube dürfte Microsoft auf einen ARM-Chipsatz setzen, für technische Details ist es aber noch zu früh.

Viele Fragezeichen

Windows Central schreibt, dass es noch viele Fragezeichen gibt, allen voran, ob das Gerät überhaupt auf den Markt kommen wird. Wenn, dann wird Microsoft aber nicht mit Android oder iOS konkurrieren, sondern versuchen, eine völlig neue Anwendergruppe dafür zu finden. Das dürften unter anderem Geschäftsbereiche und Schulen sein. Über einen Veröffentlichungstermin kann man auch noch nicht spekulieren, es ist aber frühestens für 2018 zu erwarten - wenn es denn überhaupt fertigentwickelt wird.
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