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Bei Microsoft kann jetzt jeder Cray-Supercomputer anmieten

Von Christian Kahle am 23.10.2017 18:18 Uhr
Der Software-Konzern Microsoft geht bei seinen Cloud-Angeboten nun auch über eine Auswahl verschiedener Software-Plattformen hinaus. Nutzer können bei Bedarf nun auch gezielt auf Hardware des Supercomputing-Spezialisten Cray zurückgreifen, die Microsoft dafür in seinen Datenzentren installiert.

Wie die Redmonder heute gemeinsam mit Cray mitteilten, werden in ausgewählten Standorten Systeme aus den Cray XC- und Cray CS-Serien installiert. Gekoppelt sind die Hochleistungs-Rechner dabei mit den ebenfalls von Cray gelieferten ClusterStor-Storagesystemen. Damit sollen gezielt Azure-Kunden angesprochen werden, die Anwendungen mit hohem Ressourcenbedarf fahren wollen.

Zu solchen gehören durchaus auch neue Services auf Basis von KI-Systemen. Microsoft steuert für diese dann auch gleich die passende Software bei, die in Redmond für die Umsetzung von Applikationen entwickelt wurde, die auf maschinelles Lernen setzt. Das Microsoft Cognitive Toolkit wurde bereits in Kooperation mit Cray für den Betrieb auf XC50-Supercomputern optimiert. Durch die neuen Azure-Dienste kann diese Kombination nun auch von Entwicklern genutzt werden, die kein eigenes Cray-System betreiben können.

Weitere Hardware-Optionen kommen

Die Kooperation mit Cray ist nur eine der Optionen, die Microsoft zukünftig hinsichtlich der Wahl von passender Hardware bereitstellen will. Aktuell arbeiten die Datenzentrums-Spezialisten in Redmond auch daran, die Brainwave AI über die Azure-Plattform bereitzustellen. Das Framework ist für den Betrieb auf FPGAs optimiert und soll so bestimmten Anwendungen ordentlich Leistung bringen. Das gilt unter anderem für die Analyse von Bilddaten und von natürlicher Sprache.

Bisher beschränkten sich die Azure-Angebote im Wesentlichen auf verschiedene Software-Plattformen. Doch auch hier hatte Microsoft schon unter Beweis gestellt, dass man im Sinne des Kunden gern auch Vielfalt anbietet. So beschränkte sich der Betrieb von virtuellen Maschinen in der Cloud keineswegs auf Windows-Rechner, sondern es konnten problemlos auch Linux-Umgebungen gebucht werden.
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