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Google wettet eine Milliarde Dollar auf ein kommendes Ende von Uber

Von Christian Kahle am 20.10.2017 12:20 Uhr
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Uber gilt zwar als Inbegriff der Fahrtenvermittler, doch scheint sich inzwischen ernsthaft ein Wachwechsel anzudeuten. Der Konkurrent Lyft hat nicht nur mehr Sympathien auf seiner Seite, sondern gewinnt auch wirtschaftlich an Fahrt - jetzt auch mit einer Geldspritze der Google-Mutter Alphabet.

Eine satte Milliarde Dollar steckt der Suchmaschinenkonzern in den Fahrtenvermittler. Im Zuge der Finanzierungsrunde, in der Alphabet aktiv wurde, hat man die Bewertung des Unternehmens außerdem von 7,5 Milliarden auf 11 Milliarden Dollar hochgesetzt. Neben Alphabet haben also noch einige andere Investoren Geld in die Hand genommen.

Die Google-Mutter engagierte sich dabei über die Investment-Tochter CapitalG. Begründet wurde der Schritt damit, dass man den Markt für solche Fahrtenvermittlungen als noch junges Segment ansehe, in dem die Rollen noch längst nicht vergeben sind und Lyft ein eindrucksvolles Wachstum vorzuweisen hat.

Auf Uber gibt man nicht mehr viel

Im Klartext bedeutet das: Bei Alphabet ist man fest davon überzeugt, dass der bisherige Marktführer Uber in der nächsten Zeit an Bedeutung verlieren wird und Lyft früher oder später die Spitzenposition übernimmt - und dann von einem Wachstum des Gesamtmarktes kräftig profitieren wird.

Lyft war lange Zeit der Underdog in dem Segment, konnte aber nicht nur kontinuierlich wachsen, sondern sich auch als die sympathischere Alternative etablieren. Uber machte hingegen vor allem mit Negativ-Schlagzeilen von sich reden und insbesondere der bisherige Firmenchef Travis Kalanick schaffte es, sich bei vielen Leuten immer unbeliebter zu machen - sei es aufgrund interner Streitereien oder auch politischer Entscheidungen.

Dass die Investition in Lyft sich für Alphabet auszahlen könnte, ist auch eine Bestätigung der eigenen Zuversicht in ein anhängiges Gerichtsverfahren. Uber wird vorgeworfen, Technologien für autonome Fahrzeuge geklaut zu haben. Das nutzt man aktuell auch, um den Marktführer an die Kette zu legen.
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