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PŸUR: Tele Columbus auch unter neuem Namen mit massiven Ausfällen

Von Roland Quandt am 13.11.2017 20:13 Uhr
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Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus, der erst vor wenigen Tagen neue Tarife anlässlich seiner Umfirmierung zu "PŸUR" vorstellte, hat aktuell mit massiven Störungen zu kämpfen. In fast allen Gebieten, in denen das Unternehmen oder seine Tochtergesellschaften Internetzugänge anbieten, sind zahllose Kunden betroffen - und das seit Tagen.

UPDATE (13.11.2017 20:00 Uhr): Angesichts der seit dem heutigen Nachmittag erneut großflächig auftretenden Störungen bei TeleColumbus/PŸUR bzw. Primacom haben wir uns entschieden, diesen Artikel einmal mehr an die Spitze des Feeds zu ziehen. Wie schon vor fast genau einem Monat kommt es seit dem Wochenende vermehrt zu Störungen im Netz des Kabelnetzbetreibers. Nachdem die Probleme am Wochenende mit stark gebremsten Übertragungsraten ihren Anfang nahmen, melden seit dem Nachmittag zahlreiche Kunden vollständige Ausfälle ihrer Internet-Verbindung und der darüber ausgelieferten Dienste. Für Kunden von PŸUR wohl ein inzwischen alltägliches Bild, das eine entsprechende Reaktion in Form von Kündigungen nach sich ziehen dürfte. /UPDATE

In Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sind die größten Störungen zu verzeichnen, wie auch ein Blick auf die Störungskarten von AlleStörungen.de zeigt. Auch in Hamburg, München, dem Ruhrgebiet, Frankfurt/Main und Stuttgart gibt es offensichtlich Probleme, wobei der Schwerpunkt aufgrund der größeren Kundenzahlen auf den östlichen Bundesländern liegt.

Tele Columbus

Die Störungen bei PŸUR bzw. TeleColumbus betreffen auch Kunden von Primacom und anderen Tochterfirmen. Die Kunden melden schon seit Tagen Probleme, wobei in vielen Fällen davon die Rede ist, dass bereits seit Dienstag kaum noch ein erfolgreicher Zugang zum Internet möglich ist. Nachdem anfangs teilweise überhaupt keine Daten mehr durch die Leitungen fließen wollten, werden derzeit in vielen Fällen zwar Verbindungen aufgebaut, diese aber nur mit extrem geringen Geschwindigkeiten.

Während es beim Downstream trotz ausgebremster Anbindung vielleicht noch möglich ist, in begrenztem Umfang auf das weltweite Netz zuzugreifen, scheitern Upload-Versuche dauerhaft. Die Hotlines sind aufgrund der weit verbreiteten Ausfälle vollkommen überfordert und Anfragen an die Pressestelle liefen bisher mehrfach ins Leere. Eine Kommunikation ist bei Tele Columbus also auch unter dem neuen Markennamen kaum möglich.

Der Zeitpunkt der massiven Störungen könnte kaum schlechter sein. Das Unternehmen hatte Ende September verkündet, dass man künftig unter dem neuen Markennamen "PŸUR" neu durchstarten wolle. Erst vor wenigen Tagen hatte man - pünktlich zum Beginn der Ausfälle - die umgestalteten Tarife der neuen Marke präsentiert. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen eine breit angelegte Werbekampagne an, um auf seinen neuen Namen aufmerksam zu machen und neue Kunden zu gewinnen.

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