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Qualcomm will mit Patentklage iPhone-Herstellung untersagen lassen

Von Nadine Juliana Dressler am 14.10.2017 08:59 Uhr
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Der Patentkrieg zwischen Chiphersteller Qualcomm und dem iPhone-Riesen Apple läuft munter weiter: Laut Medienberichten geht Qualcomm nun an den "Ursprungsort" des iPhones, nach China - und will dort Verkauf und Herstellung des Smartphones verbieten lassen.

Der erbitterte Rechtsstreit zwischen den beiden US-Unternehmen ufert langsam aus. Qualcomm Inc. hat demnach bereits Ende September in China Klage eingereicht, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Bekannt wurde das erst jetzt. Qualcomm weitet den Patentstreit nun aus und will in China nicht nur den Verkauf, sondern auch die Herstellung von iPhones im Land verbieten lassen. Das iPhone ist mittlerweile für rund zwei Drittel der Umsätze bei Apple verantwortlich. Eine positive Entscheidung für Qualcomm in China würde Apple also empfindlich treffen.

Fingerabdruck durchs Display: Qualcomm meistert die Technik

Qualcomm will Lizenzgebühren und Schadensersatz

Laut Bloomberg News wurde die Klageeinreichung in China bereits von einer Unternehmenssprecherin des Chip-Giganten bestätigt: "Apple setzt Technologien ein, die von Qualcomm entwickelt wurden, ohne dafür zu bezahlen", wurde von der zuständigen Sprecherin Christine Trimble mitgeteilt.

Force Touch

Es geht dabei nun auch um eine Touchscreen-Technologie, die Qualcomm entwickelt hat und Apple in den iPhones als Force Touch einsetzt. Die Klage von Qualcomm basiert auf drei wesentlichen, nicht standardisierten Patenten, heißt es weiter.

Auch Apple hat sich mittlerweile gegenüber Bloomberg zu den neuen Vorwürfen geäußert. Apple sagte, dass die Forderung von Qualcomm für Lizenzgebühren unbegründet sei. "In den vielen Jahren, in denen wir mit Qualcomm verhandeln, wurden diese Patente nie diskutiert", sagte Apple-Sprecher Josh Rosenstock. Apple betitelt die Klage in China als ein weiteres Manöver vor Gericht, von dem der Konzern überzeugt sei, dass diese rechtliche Anstrengung scheitern werde.

Siehe auch: Qualcomm wird abgewatscht: Rekordstrafe schon zum Auftakt

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