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Abschiede vom Privatnutzer: Wird Microsoft ein neues IBM?

Von Christian Kahle am 11.10.2017 15:02 Uhr
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Angesichts der jüngsten Entwicklungen bei Microsoft steht einmal mehr die Frage im Raum, wie lange das Unternehmen sich noch für den normalen Privatnutzer engagieren wird. Es tauchen an verschiedenen Stellen bereits Vergleiche zur früheren Entwicklung von IBM auf.

Immerhin: Niemand geht davon aus, dass der anhaltende Misserfolg von Microsoft, an neuen Trends im Privatkunden-Markt dranzubleiben, ein ernsthaftes Problem für den Redmonder Konzern werden könnte. Zwar hat man sich mit dem faktischen Ende von Windows 10 Mobile und auch mit dem Ausstieg aus dem Musikgeschäft noch weiter vom Alltag der einfachen Nutzer entfernt, doch brechen damit keine entscheidenden Einnahmequellen weg.

Das große Geld verdient Microsoft ohnehin schon lange mit Firmenkunden. Das war bei Windows und Office so, und zunehmend ist es das Cloud-Business, was die nächste große Säule beim Umsatz bilden wird. Beim renommierten US-Magazin Ars Technica klingt der naheliegende Vergleich dann so: "Man wird das nächste IBM: Ein stabiles, langweiliges Multimilliarden-Dollar-Geschäft."

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Das Business brummt weiter

Für Microsoft und seine Aktionäre ist das letztlich nichts Schlimmes. Mit Sorge dürften hier aber Anwender reagieren, die Microsofts Engagement für den durchschnittlichen User zu schätzen wissen. Sicherlich wird es Windows weiterhin für PCs und Notebooks geben. Im immer wichtiger werdenden Mobile-Markt spielen die Redmonder aber kaum eine Rolle und irgendwann wird im Zweifelsfall auch die Frage auftauchen, ob man denn bei aller Konzentration auf die lukrative Cloud noch Platz für einen Nebenschauplatz wie die Xbox-Plattform haben wird.

Auf der technischen Seite war die Universal Windows Platform (UWP) im Grunde der letzte große Anlauf, der Business-Zentrierung entgegenzuwirken und alle großen Strömungen gleichberechtigt im Boot zu halten. Wichtige Teile von UWP sind mit dem Aus des Mobile-Segments inzwischen aber weggebrochen, bevor sich die Plattform überhaupt breit durchsetzen konnte. Man darf daher gespannt sein, wie es mit Microsoft weitergeht - und es sollte niemanden überraschen, wenn in den nächsten Monaten weitere Schritte folgen, bei denen ressourcenhungrige aber wenig umsatzstarke Endnutzer-Bereiche leiden müssen.

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