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Zeitstrahl in Windows 10: Neue Timeline-Funktion bald für Insider

Von Roland Quandt am 10.10.2017 20:31 Uhr
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Microsoft hatte für das jetzt erscheinende Windows 10 Fall Creators Update eigentlich mit Windows Timeline eine wichtige Neuerung geplant, dank der die Anwender bequem auf früher geöffnete Dateien und Programme zugreifen können sollten. Zwar wurde Timeline letztlich für das aktuelle Update gestrichen, doch die Insider-Tester sollen schon bald erstmals Zugriff darauf bekommen.

Wie Microsoft im Zuge des sogenannten Windows Developer Days heute verkündete, will man schon "recht bald" mit der Auslieferung erster Vorabversionen von Windows 10 "Redstone 4" beginnen, die dann auch die Timeline-Funktion mitbringen. Microsoft-Manager Kevin T. Gallo erklärte dazu, dass die Insider-Previews innerhalb der nächsten Zeit erstmals das schon vor geraumer Zeit angekündigte Feature an Bord haben sollen.

Microsoft Timeline in Aktion: Vergangene Inhalte einfach wiederherstellen
Windows Timeline wird dabei über die Task-View-Funktion (Alt+Tab) zu erreichen sein. Gallo zeigte das Ganze anhand der bisher nur intern verfügbaren Windows 10 Build 17005. Optisch hat sich gegenüber der ersten Präsentation nur wenig getan, so dass Timeline noch immer einen chronologischen Überblick der in den letzten Stunden, Tagen oder auch Wochen geöffneten Apps, Dokumente und Websites liefert.


Der Nutzer kann mit Hilfe des Timeline-Features direkt auf die zuvor geöffneten Inhalte zurückgreifen - und an genau der Stelle weitermachen, wo er zuvor aktiv war. Hat man also zuletzt zum Beispiel nach Flügen gesucht oder eine bestimmte Excel-Tabelle bearbeitet, kann man dank Timeline einfach anhand des Zeitstrahls zum jeweiligen Punkt zurückgehen und dort wieder ansetzen.

Der Anwender muss also nicht erst die jeweilige Anwendung öffnen, die zuvor bearbeitete Datei finden und diese öffnen. Damit Timeline funktioniert, wird allerdings etwas Engagement auf Seiten der Software-Entwickler nötig sein. Sie müssen ihrerseits die Unterstützung für den sogenannten "Activity Feed" in ihre Software einbauen. Dabei handelt es sich um einen Cloud-Dienst von Microsoft, der mit Hilfe von tiefgreifenden Links, Metadaten zu den jeweiligen Inhalten und einer adaptiven Oberfläche eine "Einheit von Nutzeraktivität" generiert und speichert.

Microsoft hofft durch die neue Funktion den Nutzungsalltag deutlich angenehmer zu machen. Wichtig sei dabei, dass die Entwickler bei Timeline nicht jeden kleinen Einzelschritt erfassen und ablegen, sondern eher in "Sessions" denken - also die Möglichkeit zu einem Sprung zu einer bestimmten Aktivität bieten, nicht aber zu einem ganz genau bestimmten Zeitpunkt der Nutzung. Weil die Technologie Daten im Internet speichert, soll Timeline den Anwender auch auf anderen Rechnern an der gleichen Stelle weiterarbeiten lassen, solange er mit seinem Microsoft-Konto angemeldet ist und die benötigten Programme installiert sind.
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